Die Wiener S-Bahn der Zukunft - ÖBB
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Die Wiener S-Bahn der Zukunft

Wie sich das Erfolgsmodell Wiener Schnellbahn weiterentwickeln soll und wo wir vier Milliarden Euro für ein noch attraktiveres Angebot investieren.

Die Wiener Schnellbahn ist das Powerhouse der heimischen Bahn. Sie ist mit großem Abstand die am intensivsten genutzte Bahn in Österreich. 100 Millionen Fahrgäste sind in oder um Wien pro Jahr mit den Zügen der ÖBB unterwegs UND: Das Angebot erfreut sich immer größerer Beliebtheit!

Die Zahl der Fahrgäste in der gesamten Ostregion Österreichs ist in den vergangenen acht Jahren um ein Drittel gestiegen. Bei der wiener Stammstrecke zwischen Meidling und Floridsdorf kam es sogar fast zu einer Verdoppelung der Fahrgäste – ein Kompliment, über welches wir uns sehr freuen und uns herzlich bedanken. Danke!!

Erfolg verpflichtet zu noch intensiveren Bemühungen

Doch genau dieser Erfolg verpflichtet uns  die Gestaltung der Schnellbahn der nächsten Jahre und Jahrzehnte mehr voranzutreiben. Vor allem zur „Rushhour“ in den Morgenstunden und am Abend stößt das Streckennetz in einigen Bereichen, etwa auf der Südstrecke zwischen Mödling und Meidling, an seine Kapazitätsgrenzen.

In den vergangenen Jahren wurde viel getan und investiert, um den Pendlern und Reisenden in den Regionalzügen und Schnellbahnen ein möglichst attraktives Angebot zu machen: Der Neubau des Wiener Hauptbahnhofes, die Neubaustrecke Wien – St. Pölten mit dem Lainzer Tunnel, der laufende Ausbau der Pottendorfer Linie zur Entlastung der Südstrecke, neue bzw. modernisierte Bahnhöfe in Wiener Neustadt, Wien Westbahnhof, Wien Praterstern, Wien Mitte, Bruck/Leitha und viele mehr.

In Zukunft werden 900 Züge pro Tag auf der Stammstrecke unterwegs sein

Doch vor allem die Wiener Stammstrecke wollen wir noch leistungsfähiger machen: Bereits heute sind rund 700 Züge pro Tag auf der Stammstrecke unterwegs. Knapp 600.000 Menschen werden an einem einzigen durchschnittlichen Werktag auf dieser Strecke bewegt. Bis 2027 sollen es 900 Züge pro Tag sein – das sind dann um 10 Züge mehr pro Stunde. Erreichen wollen wir dieses anspruchsvolle Ziel durch ein Bündel an Maßnahmen wie innovative Zugsteuerung, Verlängerung der Bahnsteige um noch längere Züge führen zu können und die Entlastung von „Flaschenhälsen“ wie der Südeinfahrt.

Im Gegensatz zur U-Bahn sind auf unseren Strecken auch Fernzüge, Güterzüge und anderer Verkehr unterwegs. Deswegen soll ein viergleisiger Ausbau zwischen Wien und Wiener Neustadt ab 2023 erfolgen. Damit bekommt die Schnellbahn zwei zusätzliche Gleise, welches deutlich dichtere Intervalle zulässt.

Was wird gerade umsetzen:

  • Nord-Süd-Achse:
    • Wien – Wiener Neustadt: viergleisig bis 2023 durch Ausbau der Pottendorferlinie (Fernverkehr profitiert von neuen/freiwerdenden Kapazitäten.
    • Modernisierung der Nordbahn bis zur Staatsgrenze.
  • Ost-West-Achse:
    • Wien – Bratislava: bis 2023 Ausbau mit neuen Haltestellen, P&R, Elektrifizierung und mehr und schnelleren Zügen zwischen den Hauptstädten.
    • Die neue S-80 Hütteldorf-Aspern: alle 15 Minuten fährt eine Schnellbahn, die in 30 Minuten die Durchquerung Wiens Ost/West mit 5 neuen Haltestellen und Verknüpfung mit allen sechs U-Bahnen (!) durch u.a. Verbindungsbahn Hütteldorf – Meidling ermöglicht.

Was wir weiter planen:

  • Nord-Süd-Achse: Meidling – Mödling: Zwei zusätzliche S-Bahn Gleise für einen Fünf-Minuten-Takt
  • Ost-West-Achse: Modernisierung Hütteldorf bis Westbahnhof inkl. neuer Haltestelle sowie die Flughafenspange (Flughafen Wien nach Bruck/Leitha) inkl. neuer Flughafenbahnhof, der Pendlern aus dem Osten deutliche Verbesserungen bringen soll.

Um die Schnellbahn noch attraktiver für unsere KundInnen zu machen und noch mehr Menschen für die umweltfreundliche Bahn begeistern zu können sind in Summe für diese Projekte rund 4 Milliarden Euro vorgesehen.

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3 Kommentare zu “Die Wiener S-Bahn der Zukunft

  1. Heidi

    Toll euer Einsatz für die Fahrgäste! Wann wird die Strecke Wien Meidling – Znaim ausgebaut und die Taktung verdichtet?

  2. Manuel Pils

    Liebe ÖBB!
    Ein tolles Maßnahmen Paket, dass in ein paar Jahren die schlimmsten Engstellen beseitigt.
    Was passiert in Niederösterreich? Dort brauchen die S Bahn Halte große P+R Parkplätze (wie im Tullnerfeld).

    Warum baut ihr keine Verknüpfung von der Pottendorfer Linie zur Ostbahn/Flughafen/Götzendorfer Schleife? So könnten die langsameren Railjets, die auch in kleineren Bahnhöfen halten, von Klagenfurt/Graz erst zum Flughafen geführt werden und dann zum Hauptbahnhof, nach Meidling über die neue Verbindungsbahn zum Westbahnhof. So hätte der Westen Wiens eine umsteigefreie Verbindung in den Süden. Der RJX wird wie geplant über die Pottendorfer Linie und Meidling/HBF zum Flughafen geführt.

    Wie steht es um den Tunnel, der die Stammstrecke entlasten soll? Von dem spricht keiner mehr. 900 Züge pro Tag wird in 10 Jahren nicht mehr reichen. Wie lange dauert der Bau? 15-20 Jahre? Der Tunnel muss jetzt geplant und umgesetzt werden. Und dabei könnte man eine Verbindung von Wien Mitte zur Franz Josefs Bahn schaffen. So könnten die Züge aus Krems/Tulln/Klosterneuburg direkt zum Flughafen oder nach Wiener Neustadt durchgebunden werden.

  3. Öröm

    “Modernisierung Hütteldorf bis Westbahnhof inkl. neuer Haltestelle” – welche neue Haltestelle? Wäre aber ziemlich cool.
    Generell könnte man die innere Westbahn als innerstädtische Linie ausbauen, mit 15-min-Takt zwischen Hütteldf. und Westbf. und einer Haltestelle beim Technischen Museum und einer bei Unter St. Veit wäre das eine ordentliche Verbesserung.

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