Herbert Hoppichler – 5 Fragen 5 Antworten - ÖBB
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Herbert Hoppichler – 5 Fragen 5 Antworten

Es gibt viele Eisenbahnfans, aber es gibt nur einen Herbert Hoppichler. Der 91jährige aus Zipf hat seine kindliche Begeisterung für alles, was mit Zügen, Lokomotiven und Bahnstrecken zu tun hat bis ins hohe Alter bewahrt.

Er sitzt am liebsten möglichst lang im Zug, weil ihm das Zugfahren so gut gefällt. Er besucht leidenschaftlich gern Bahnhöfe um das Kommen und Gehen der Züge zu beobachten. Und er hat erfolgreich seine Bahnliebe auf seinen Enkel Mathias übertragen, der nicht nur am Wochenende als Lokführer bei der Liliputbahn im Prater seine Runden zieht, sondern auch Lokomotiven sammelt, sehr zur Freude des Opas.

Der Eisenbahnfanatiker, wie er sich selbst bezeichnet, beantwortet diesmal unsere 5 Fragen:

Was ist Ihre Lieblingsstrecke?

Das ist die Strecke über den Tauern, von Salzburg nach Klagenfurt über den Tauern. das ist eine wunderbare Strecke. Und international natürlich die Schweizer Bahnen. Da bin ich kreuz und quer herumgefahren.

Was ist Ihr Lieblingsbahnhof?

Einen Lieblingsbahnhof habe ich eigentlich nicht. Aber mir ist sehr wichtig, dass immer ein Bahnhof in der Nähe ist, den ich besuchen kann. Es gibt nichts schlimmeres im Urlaub, wenn es in der Nähe keinen Bahnhof gibt. Wir waren einmal in Italien, da gab es nur Wasser und der nächste Bahnhof war vierzig Kilometer entfernt. Furchtbar!

Ich fahr mit Freuden überall hin wo ich einen Bahnhof habe und meine Visite machen kann.

Was interessiert Sie eigentlich an den Bahnhöfen?

Ich schau gerne Leute! Ich interessiere mich für das Kommen und Gehen.

Der Züge und der Menschen. Das gefällt mir. Manche warten, manche gehen, das schaue ich mir gern an. Was mich gar nicht interessiert sind technische Dinge. Ich habe schon vor Jahren alle Freunde gebeten, mir nichts keine technischen Bücher über Züge zu schenken. Wie schwer die Lok ist, wieviele PS., das interessiert mich nicht.

Was ist der Tipp für lange Zugfahrten?

Wenn ich die Strecke in und auswendig kenne habe ich meist eine Tageszeitung mit.

Bei Strecken die ich nicht kenne oder nur selten befahre, da weiss ich schon ganz genau im Vorhinein auf welcher Seite ich sitze, um die schönere Landschaft zu genießen.

Von Salzburg nach Wien sitze ich zum Beispiel immer rechts, weil da habe ich den Wallersee und ein Paar schöne Bauernhäuser, und links habe ich nur die Straße und sonst nichts.

Sie sind seit vielen Jahrzehnten Eisenbahnfan, von der Dampflokepoche bis heute. Ist ihn die Bahnnostalgie wichtig?

Nein, ganz im Gegenteil. Als ich zum ersten Mal mit einer Elektrolokomotive gefahren bin war das ein ganz besonderes Erlebnis. Die ist einer Dampflok davongezogen. Das war toll!

Herbert Hoppichler ist der Held der aktuellen Episode unserer „Gleisgeschichten“.

Er liebt die Eisenbahn von ganzem Herzen und das ist ansteckend. Sein Enkel Mathias Lidauer wurde bereits als „Zahnarzt mit der meisten Kohle“ in dieser Reihe portraitiert und er hat dabei erzählt, das seine Bahnbegeisterung schon vom Opa in die Wiege gelegt wurde. Bahnbegeisterung ist Generationen übergreifend.

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