Hochleistungs-Hilfsbrücken - ÖBB
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Hochleistungs-Hilfsbrücken

Um Baustellen in Zukunft noch schneller passieren zu können, werden ab 2019 Hochleistungs-Hilfsbrücken zum Einsatz kommen. So können wir mit 160 Sachen über Baustellen flitzen!

Noch heuer „gehen“ wir auf 160 km/h!

In Wörth bei St. Pölten liegt das Brückenwerk von unserer Streckenmanagement und Anlagenentwicklung (SAE) Warenversorgung. Hier werden hochwertige Stahlbrücken und unsere Hilfsbrücken gefertigt, gewartet und für Einsätze vorbereitet. Hilfsbrücken sind Brücken, die für einen gewissen Zeitraum z.B. für den Bau einer Unterführung eingebaut werden. Hilfsbrücken werden dort von unseren innovativen Köpfen entwickelt, bis ins kleinste Detail geplant und produziert. Unsere neueste Innovation: die Hochleistungs-Hilfsbrücke (HHB). Sie soll Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h erlauben! Erste Einsätze sind bereits für 2019 fixiert!

 

Die neue Hilfsbrücken Generation

Bisher sind ÖBB-Hilfsbrücken mit maximal 120 km/h befahrbar. „Die neue Hilfsbrückengeneration wird Geschwindigkeiten bis 160 km/h zulassen“, sagt Michael Treitler, SAE, Leiter COC Stahlbau. Voraussetzung dafür ist eine hochwertige Fertigung sowie eine Erprobung der berechneten Eigenschaften. Und dafür eignet sich unser Brückenwerk besonders. Wir produzieren in Eigenregie Hilfsbrücken der neuen Generation. Die sogenannten „Hochleistungs-Hilfsbrücken (HHB)“.

Der neue Hilfsbrückentyp wurde bereits im Echtbetrieb bis 120 km/h erfolgreich getestet. „Noch heuer bauen wir zwei solche Hochleistungs-Hilfsbrücken Tragwerke ein und testen sie bis zu 160 km/h“, so Brückenbauer Gerhard Oberlerchner, SAE. „Dieser Test steht unter scharfer Beobachtung einiger bereits bewehrter Messsysteme. Wir sind sehr zuversichtlich, dass uns die Messergebnisse bestätigen was wir erwarten und eine Befahrung mit 160 km/h zukünftig möglich ist. Bereits seit mehreren Monaten arbeiten wir mit einigen Kollegen an einem reibungslosen Ablauf dieses Projekts.“

 

Die südkoreanischere Delegation war von unseren innovativen Produkten begeistert. Saeon Hong, Alfred Hüngsberg, Zoran Bruschetini-Ambro, Jung Hyun Kim, Jae Woo Shin, Michael Treitler, Oliver Kurz (v.l.n.r.) Foto: Robert Deopito

Bei 160 km/h ist aber noch nicht Schluss!

Es ist ein weiterer Hilfsbrückentyp in Entwicklung, der eine Überfahrtsgeschwindigkeit von 200 km/h ermöglichen soll. Dafür wurden die bisher gewohnten Konstruktionsarten verlassen und ein völlig neuer Brückentyp entwickelt: Hochleistungsbetonteile in Trogbauweise. „Diese neue Hilfsbrücke ist sehr komplex und erfordert viel Entwicklungsarbeit. Hier werden wir auf die Erkenntnisse der Hochleistungs-Hilfsbrücken aufbauen. Der erste Einsatz ist 2021 geplant“, sagt Brückenbauer Alfred Hüngsberg, SAE.

Ohne Messsysteme geht gar nichts

Eine laufende Detektion (Monitoring) ist die Voraussetzung für eine Befahrung mit Geschwindigkeiten über 120 km/h.
Dabei kommen folgende Messverfahren zum Einsatz:
• ständige Höhenmessungen der Gleise im Übergangsbereich Brücke-Unterbau
• Setzungen und Verdrehungen der Hilfsbrückenfundamente
• Schwingungsmessungen des Hilfsbrückentragwerkes
• Zugbeobachtung mittels Kamera
Die Energieversorgung und Datensendung erfolgt über das ÖBB-Lichtwellenleiternetz.

Baustellen schneller passieren heißt schneller ans Ziel kommen. Und da habt ihr sicher nichts dagegen, oder? 😉

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