Von der Karteikarte zum Werbescreen – von analog bis digital - ÖBB
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ÖBB Laufbahnen

Von der Karteikarte zum Werbescreen – von analog bis digital

Claudia Mayer schaut auf 36 vielseitige Jahre zurück. Als junges Mädchen schrieb sie Karteikarten, erlebte den Wechsel auf elektrische Schreibmaschinen, freute sich über den ersten Computer am Arbeitsplatz und gestaltet heute Werbescreens für die ÖBB Reisebüros. Dazwischen lag der ein oder andere Sprung ins kalte Wasser.

September 1982. Claudia Mayer ist 16 Jahre jung und macht ihren ersten Tag Dienst in der ÖBB Generaldirektion Kanzlei A1. Sie ist zuständig für die Post. So wie auch ihr Vater bei den ÖBB arbeitete, war für sie immer schon klar, dass sie zur Bahn wollte. Und dass es stetig voran gehen sollte, sowieso.
Also absolvierte Claudia Mayer in den folgenden Jahren eine Dienstprüfung nach der anderen, von der allgemeinen Verwaltungsfachprüfung über die Kanzlistenprüfung, den Filialkassier bis hin zum Italienischkurs.

Frischer Wind in der ZVR & die ersten Computer

Das machte 1989 dann auch als jüngste Mitarbeiterin den Wechsel in die ZVR (Zentrale Verkehrseinnahmen und Reklamationsstelle) möglich. Sie nahm die Schadensmeldungen von Beschädigungen der Autos auf Autoreisezügen auf und war für die Tatbestandsaufnahmen verantwortlich. Zuerst führte sie noch alles in Karteikarten, die 90er brachten die ersten Computer. „Das war ein Highlight, total super. Jeder hat sich aufs Arbeiten gefreut“, erinnert sie sich.

Die Dienstprüfungen sollten sich wieder einmal bezahlt machen, als Claudia Mayer etwa zwei Jahre später als Assistentin von Hofrat Knorr zum Güterverkehr bestellt wurde. „Da hat sich viel für mich verändert. Ich habe viele wichtige Leute kennengelernt. Das war ja sozusagen eine Sammelstelle für sämtliche Chefs.“

Ersehnter Wechsel zum Personenverkehr

1994 ergab sich dann der Wechsel zum Personenverkehr. „Der Bereich hat mich immer sehr interessiert und ich bin froh, dass ich bis heute hier arbeiten kann“, sagt Claudia Mayer. Damals arbeitete sie als Assistentin von Reg.Rat. Kaltenböck.

Assistenzjob adieu

„Der Dienst im Vorzimmer als Assistentin war für mich aber immer nur das Sprungbrett hin zum Fachdienst“, sagt sie heute. Und wagte 1995 mit 29 Jahren den Sprung. Ihre neue Aufgabe: Die österreichweite Abrechnung der Schülergruppenkarten. „Es hat mir einen riesen Spaß gemacht, endlich wirklich selbstständig zu arbeiten“, sagt sie. Etwa ein Jahr später wurden die Karten abgeschafft und Claudia Mayer wechselte zum damaligen Bahntotalservice. Dort war sie unter anderem für Stornierungen zuständig. „Der Job hat mich um ehrlich zu sein nicht lange glücklich gemacht“, gesteht sie, „ich hatte damals nur mit verärgerten Kunden zu tun.“

Ein kreativer Traumjob

 

Umso besser, dass sie 1998 eine Aufgabe übernehmen sollte, die ihr die größte Freude bereitete, und an die sie noch immer gerne zurückdenkt: Etwa zwölf Jahre lang gestaltete sie die Kataloge und Folder für Snow & Fun, Wedelweiss und das Wellnessticket.
Dann kam ein kurzfristiges Angebot, über das sie genau eine Nacht schlafen konnte. Obwohl sie ihren aktuellen Job so mochte, nahm Claudia Mayer die neue Herausforderung an. Ab 2011 kümmerte sie sich im Vertrieb des Personenverkehrs um alles rund um die Vorteils- und Österreichcard. „Für einen ‚Ein-Mannbetrieb’ gab es damals wirklich viel zu tun. Aber es hat mir gefallen, ich hab’ unheimlich viel gelernt“, sagt sie.

Ein Sprung ins kalte Wasser

Der nächste Wechsel sollte wieder einmal auf Anfrage kommen. 2016 wechselte sie ins Marketing, nahm einige Aufgaben aus dem Vertrieb für die Österreich- und die Vorteilscard aber mit. Zusätzlich dazu betreut und unterstützt sie seitdem bis heute die ÖBB Reisebüros marketingtechnisch und erstellt diverse Werbemittel, vom Folder bis zum Werbescreen. „Ich hatte ja keine klassische Marketingausbildung, und es war schon ein Sprung ins kalte Wasser“, meint sie. Dass sie aber heute ‚sattelfest’ ist, wie sie es ausdrückt, hat viel mit ihren jüngeren Kolleginnen zu tun. „Sie haben mich tatkräftig unterstützt und mir viel aus dem Marketing beigebracht – eben alle Begriffe, die Technik und den gesamten Ablauf von der Idee bis hin zur Umsetzung“, sagt Claudia Mayer. Sie sei aber auch recht wissbegierig und lerne gern etwas Neues dazu. „Das hat mich eigentlich durch die gesamte Laufbahn begleitet: Ich finde es wichtig, interessiert und offen für Neues zu sein – eben mit offenen Augen durchs Leben zu gehen“, sagt sie.
Neun spannende Arbeitsjahre liegen noch vor Claudia Mayer, die sie am liebsten im Marketing verbringen möchte. „Es ist so lebendig und wird nie langweilig“, findet sie.

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