Grenzenlose Leidenschaft: Der blinde Bahnfotograf

Dass die Leidenschaft für Bus und Bahn keine Grenzen kennt, beweist Roland Spöttling. Er liebt es, Züge zu fotografieren. Und er ist seit dem 4. Lebensjahr blind. Wie das funktioniert, erzählt er in der ersten Episode unserer neuen Videoserie „Gleisgeschichten“. 

Schon immer eisenbahnbegeistert

Roland Spöttling ist als Stadionsprecher des Wiener Sportclubs kein Unbekannter. Was aber die Wenigsten wissen: Roland Spöttling hat eine weitere Leidenschaft – das Fotografieren von Zügen.

Seine Liebe zur Bahn begann schon in der frühen Kindheit, als er mit seinem Großvater regelmäßig mit der Modelleisenbahn spielte. Nach seiner Erblindung im Alter von vier Jahren waren diese Modellzüge für ihn eine wichtige Möglichkeit, seine Erinnerungen lebendig zu halten. Die Züge in der Hand zu halten, weckte Erinnerungen und befeuerte seine Leidenschaft.

Ein echter “Jagara” – oder mehr noch ein “Wüdara”

Heute macht sich Roland draußen auf die Jagd nach den besten Bildern. Echte Züge passen gut in sein Beuteschema, wie er selbst sagt. Bekommt er einen Zug vor die Linse, macht er gleich mehrere Fotos. „Irgendeines funktioniert dann immer“, meint er.

Sein Gehör hilft ihm jedenfalls bei seiner “Jagd”. Selbstverständlich erkennt er dadurch zum Beispiel, aus welcher Richtung ein Zug kommt. Vielleicht sogar auch, ob es sich um einen Güter- oder Personenzug handelt?

Leidenschaft leben – statt daheim Eier legen

„Viele sagen, wenn du eine Behinderung hast, musst du zuhause sitzen und warten bis du Eier legst“, so Roland weiter. „Und ich weigere mich das zu tun. Weil ich einfach noch ein paar Fotos brauche.“

Was Roland denn eigentlich mit den geschossenen Fotos macht, und wo im Zug sein Lieblingsplatz ist, verrät er uns hier. “5 Fragen – 5 Antworten. Mit Roland Spöttling”

 

Zu sehen ist die erste Episode der „Gleisgeschichten“ am Facebook und Youtube-Kanal der ÖBB. Bis Ende 2018 gehen in Summe sechs Episoden online.

Übrigens: Ihr kennt jemanden, der eine tolle “Gleisgeschichte” zu erzählen hat? Dann meldet euch bei uns uns per Mail. 

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