Drei-Länder-Hack in der Open Innovation Factory - ÖBB
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Drei-Länder-Hack in der Open Innovation Factory

150 TeilnehmerInnen, 19 Teams, 5 Themen, 2 Tage: Das war der gemeinsame Hackathon der Österreichischen, Deutschen und Schweizer Bahnen.

In Wien in den ICE steigen und bis Hamburg durchgehend WLAN haben, ohne sich nach der Grenze neu einloggen zu müssen. Das ist bislang nicht möglich. Eine Lösung dafür entwickelten MitarbeiterInnen der drei Bahnunternehmen gemeinsam in nur 24 Stunden. Das ist einer von vielen innovativen Lösungsansätzen, der im Rahmen des “Drei-Länder-Hacks” in der ÖBB Open Innovation Factory in Wien entstand.

Hack + Marathon = “Hackathon”
Die Spielregeln des Drei-Länder-Hacks sind einfach erklärt. Ziel ist es, innerhalb einer kurzen Zeit Lösungen für Probleme zu finden und dabei (digitale) Prototypen zu entwickeln. Beispielsweise Handy-Apps oder Datenmodelle. Und so fanden sich am 7. und 8. Mai 19 Teams von ÖBB, DB und SBB auf Einladung des Open Innovation Teams in der neu gestalteten “Factory” – einem Innovationszentrum der ÖBB – ein, um an vorgegebenen Themenblöcken zu arbeiten. Rund zwei Tage lang wurde diskutiert, getüftelt, entwickelt und geplant. Zum Abschluss hatte jedes Team drei Minuten Zeit, um ihre Projekte vorzustellen und die Jury zu überzeugen.

Die Problemstellungen des Drei-Länder-Hacks:

  • “Prognose Everything” hatte das Ziel, Vorhersagen unterschiedlicher Bereiche, etwa technische Störungen oder Fahrgastströme, mit vorhanden Daten zu verbessern.
  • “Chatbots im Einsatz” beschäftigte sich damit, wie Computerprogramme, die Anfragen automatisch beantworten können, bestmöglich in den Unternehmen eingesetzt werden können.
  • “Digitaler Bahnhof & Schiene” suchte nach Lösungen, um moderne Technologien optimal in den Unternehmen einzusetzen.
  • “WiFi” entwickelte Verbesserungen und neue Möglichkeiten im Bereich WLAN.
  • Beim Themenfeld “Barrierefreiheit” war die Fragestellung, wie die Bahnkonzerne das Service für mobilitätseingeschränkte Personen künftig verbessern können. 

WiFi, GastroBOT und Barrierefreiheit gewinnen
Die Juryentscheidung fiel zugunsten drei innovativer Ansätze für unsere KundInnen. “Worldwide WiFi” erarbeitete ein Konzept für grenzüberschreitendes WLAN-Angebot auf der Schiene. Daneben überzeugten die Konzepte von “GastroBOT” und “Barrierefreiheit”. Mit dem GastroBOT soll es zukünftig möglich sein, von jedem beliebigen Platz aus per Chat Essen und Trinken zu bestellen, und geliefert zu bekommen. In Sachen Barrierefreiheit sind gleich mehrere große Innovationen geplant. So müssen mobilitätseingeschränkte Personen derzeit etwa, zusätzlich zum Ticket-Kauf, ein “Barrierefreiheits-Formular” ausfüllen. Ein entsprechendes Ticket soll zukünftig mit nur einem zusätzlichen Klick gekauft werden können. Mit der App “Sprechender Zug” sollen Menschen mit Sehbehinderung akustische Informationen zu ihrem genauen Standort am Bahnsteig bzw. im Zug bekommen.

Nach dem Hackathon ist vor dem Hackathon
Die VeranstalterInnen und TeilnehmerInnen sind sich nach dem Event einig: Das schreit nach einer Wiederholung. Der nächste länderübergreifende Hackathon ist bereits in Planung und soll 2019 in der Schweiz stattfinden. Die präsentierten Lösungen bleiben bis dahin aber nicht in der Schublade liegen. Sie werden nun in unternehmensinternen Projekten analysiert und weiterentwickelt.

Weiterführende Links:
Video Drei-Länder-Hack: http://bit.ly/2yQcNjq
Live-Interview mit Gewinner und Organisationteam: http://bit.ly/2MulAJJ

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