Ausbau des Güterzentrums Wolfurt

Mit der Gesamtfertigstellung bietet der deutlich erweiterte ÖBB-Güterterminal Wolfurt noch mehr Kapazität, Wirtschaftlichkeit und Service.

Im Dezember 2014 startete der Ausbau des ÖBB-Güterterminals Wolfurt. Die Erweiterung war unumgänglich: aufgrund der steigenden Nachfrage und auch der veränderten Marktbedürfnisse. Am 18. Oktober 2018 erfolgte die offizielle Eröffnung unter Anwesenheit von ÖBB CEO Andreas Matthä sowie von Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Starker Treiber für die lokale Wirtschaft

Die massiven Zuwächse bei den Umschlagsmengen machten eine Erweiterung der Anlage dringend notwendig. Der Güterbahnhof ist ein bedeutendes Element der Logistikkette für die stark exportorientierte Wirtschaft in Vorarlberg, Liechtenstein, der Ostschweiz und dem Süddeutschen Raum. Damit werden die ÖBB einmal mehr ihrer Rolle als größter Bauherr und Wirtschaftsturbo Österreichs gerecht.

Copyright: ÖBB Hämmerle

Aus- und Umbau bei laufendem Betrieb

In drei Großbauphasen wurden die Arbeiten am ÖBB-Güterterminal Wolfurt umgesetzt, und das bei laufendem Betrieb. Die neue Konfiguration des Güterzentrums entspricht nun ganz dem Trend auf den Transportmärkten, immer mehr Güter in Containern zu versenden. Heute bietet der Güterterminal Wolfurt 1.700 Vollcontainerlager-Stellplätze im unmittelbaren Kranbereich sowie 3.500 Leercontainerlager-Stellplätze im nördlichen Bereich des Terminals. Die Fläche wurde um rund 50 Prozent auf 106.000 m² erweitert. Damit gibt es genügend Kapazitäten für die künftigen Herausforderungen im Bahngütertransport.

Vorzeigeprojekt für Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Besonders wichtig war beim Ausbau auch die ökologische Gestaltung der Logistikzone. Bei jedem Planungsschritt wurde die Nachhaltigkeit der Gebäude berücksichtigt. Das erfreuliche Ergebnis: Der gesamte Planungsprozess sowie die Bauausführung der Werkstatt wurden durch die „Österreichische Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ ausgezeichnet. Durch ihre Initiative leisten die ÖBB auch in Wolfurt einen Beitrag zur Erreichung der österreichischen Klimaziele.

Copyright: ÖBB Hämmerle

ZAHLEN – DATEN – FAKTEN
  • Verdopplung unserer jährlichen Umschlagskapazität von Intermodalen Transporteinheiten (ITE)
  • 500 Meter neue Gleise für Wagenladungsverkehr und damit doppelt so viel Gesamtfläche für den Unbegleiteten Kombinierten Verkehr (UKV)
  • 4 neue Containerladegleise, je rund 750 Meter lang und auf 600 Meter kranbar
  • 2 neue Containerkräne
  • 4 Containerstapler
  • 700 Stellplätze für beladene Container
  • Platz für 3.500 Leercontainer und damit viermal mehr Lagerfläche als bisher
  • 200 Meter Abstellgleise
  • 464 Meter neue Lärmschutzwand

 

Sicherer Fahrweg

Neue Schwellen braucht die Bahn

Was ist ein Schwellentausch und warum ist dieser für die Sicherheit von Passagieren und Gütern wichtig? Gleich hinter den Gleisen des Linzer Hauptbahnhofs erwartet uns Harald Stumbauer von SAE (Streckenmanagement und Anlagenentwicklung) Fahrwegtechnik mit Warnwesten und Sicherheitsschuhen. Mehr

Brückenschlag über die Mur

Vom 27. August bis 11. September wird auf der Südstrecke zwischen Bruck an der Mur und Graz intensiv gearbeitet. Damit der Betrieb wieder schnellstmöglich aufgenommen werden kann, bedarf es technischer Höchstleistungen auf allen Ebenen des Baus. Verantwortlich für die Arbeiten sind die Geschäftsbereiche Streckenmanagement und Anlagenentwicklung (SAE) sowie Projekte Neu-/Ausbau (PNA). Unter anderem wird auch das Tragwerk der Kugelsteinbrücke nördlich von Peggau ausgewechselt.
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