Geschlecht macht keinen Unterschied

Mädchen am Zug

Gleichberechtigung und Gleichbehandlung sind uns wichtige Anliegen. Sie sind fixe Bestandteile unserer Strategie und schon jetzt in unserer Unternehmenskultur stark verankert. Frauen bzw. Mädchen sollen und müssen die gleichen Chancen wie ihre männlichen Kollegen haben.

Frauen stellen ca. die Hälfte der Bevölkerung und somit der produktiven, kreativen und inspirierenden Arbeitskraft Österreichs dar. Auf dieses Potenzial können und wollen wir nicht verzichten. Mehr Vielfalt sowie eine aktive Gleichstellung von Frauen und Männern im Unternehmen führen zweifelsohne zu mehr Erfolg. Unser Ziel und Anspruch ist es, die Vielfalt nachhaltig zu heben. Das bedeutet, mehr Kollegen in Jobbereichen, in denen bisher vor allem Kolleginnen tätig sind, wie z.B. Gesundheitsmanagement; und mehr Kolleginnen in Jobbereichen, in denen bisher v. a. Kollegen arbeiten, wie z. B. im Zugbegleitdienst, Fahrdienstleitung und bei den Lehrlingen.

Besonders bei unserem Nachwuchs achten wir darauf, dass klar gemacht wird, dass es keinen Job bei den ÖBB gibt, den Mädchen nicht machen könnten. Das betrifft technische und körperlich fordernde Berufe ebenso wie Bürotätigkeiten.

Kuppeln: Eine körperlich anstrengende Arbeit, die genauso Frauensache ist.

Aktuell befinden sich bei uns über 1.900 Lehrlinge in Ausbildung. Nur etwas über 300 davon sind Mädchen. Insgesamt sind 12% unserer MitarbeiterInnen Frauen. In den kommenden Jahren wollen wir den Anteil der Frauen auf allen Ebenen deutlich erhöhen. Bei den Lehrlingen sind 20 Prozent unser erklärtes nächstes Ziel. Weiters wollen wir unsere Stellung als größter Ausbilder von Frauen in technischen Lehrberufen weiter ausbauen.

Diese Mädchen sind bei uns am Zug

Die ÖBB bieten 125 verschiedene Berufsfelder. Knapp 5.000 Frauen arbeiten schon jetzt in den unterschiedlichsten Sparten. Hier einige Beispiele von jungen Kolleginnen, die ihren Job zur Frauensache erklärt haben:

Diese Zwillingsschwestern bewegen die Massen

TriebfahrzeugführerInnen steuern Lokomotiven und Triebwägen mit bis zu 10.000 PS. Sie führen Personen- und Güterzüge und sorgen dafür, dass unsere Fahrgäste und Güter pünktlich und sicher an ihr Ziel gelangen. Wer denkt, der Job wäre reine Männersache, irrt. Diese Zwillingsschwestern haben unsere Boliden mindestens genauso fest im Griff wie ihre “noch großteils” männlichen Kollegen und steuern sowohl Personen-, Güter- als auch Verschubloks sicher über große Distanzen.

Andrea absolvierte gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Martina (siehe Bild darunter) ihre Ausbildung bei den ÖBB und wurde Triebfahrzeugführerin.

Das ist Martina, Andreas Zwillingsschwester (siehe Foto oben), die auch ihre Ausbildung bei den ÖBB absolviert hat. Sie ist Triebfahrzeugführerin und manövriert die tonnenschweren Züge ebenso gut wie ihre männlichen Kollegen.

Vom Infoschalter zum Führerstand

Tamara ist eine von vielen jungen Frauen, denen wir alle Wege öffnen möchten. Noch bis vor kurzem arbeitete sie bei uns in der Kundenberatung am Schalter. Jetzt ist sie am besten Weg zur zukünftigen Triebfahrzeugführerin.

Immer mehr Mädchen lassen sich zu Technikspezialistinnen ausbilden

Jessica macht bei uns die Lehre zur Maschinenbautechnikerin. Sie ist einer der besten innerhalb ihres Jahrgangs.

Männerdomäne Gleisbautechnik – nicht für dieses Mädchen

Gleisbautechnikerin Anela wird künftig für sichere und laufruhige Stecken sorgen. Ihr Ziel: Selber Gleismeisterin werden und später mal ihr Wissen weiterzugeben.

Das ist unsere jüngste Lokführerin

Johanna hat ihren Job fest im Griff. Mit nur 21 Jahren steuert sie schon längst die tonnenschweren Züge sicher ans Ziel.

Geschlecht macht keinen Unterschied

Lisa-Marie macht die Lehre zur Anlagen- und Betriebstechnikerin. Sie ist sich sicher: “Mädchen sind bestimmt genauso gut in technischen Berufen wie Männer.”

Programme für mehr Girl-Power

Um  zu einer guten Mischung von Frauen und Männern im gesamten Konzern zu kommen, werden von den ÖBB-Gesellschaften zahlreiche Programme umgesetzt. Dazu gehören unter anderem diese:

Wiener Töchtertag / Girls’ Day 2017

Am 27.04.2017 erlebten 55 Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren hautnah die Technik-Welt der ÖBB. Im Rahmen des Wiener Töchtertags bzw. des Girls’ Day konnten die Mädchen in die berufliche Praxis hineinschnuppern und neue Ausbildungswege in technischen Berufen kennenlernen.

© ÖBB/Knopp

Der Tag begann mit einem Frühstück in der Unternehmenszentrale am Hauptbahnhof. Silvia Angelo, Mitglied des Vorstands ÖBB-Infrastruktur AG, begrüßte die Mädchen und zeigte auf, welche Chancen sich für Frauen bei den ÖBB ergeben.

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 Als erstes weibliches Mitglied des Vorstands der Infrastruktur AG erzählte sie aus erster Hand, welche Aufgaben diese Position mit sich bringt. “Die ÖBB bieten jungen Menschen viele Möglichkeiten – von einer Lehre mit Matura bis zu berufsbegleitenden Weiterbildungsmaßnahmen. Gerade der technische Bereich kann für Mädchen sehr spannend sein, denn wir sind genauso begabt und kompetent wie Jungs.” motivierte sie die Mädchen, sich für Technik zu begeistern.

© ÖBB/Knopp

Der weitere Vormittag stand dann ganz im Zeichen des neuen Komfortzugs Cityjet. Vom Hauptbahnhof brachte der ÖBB-Karrierezug die Mädchen direkt nach Jedlersdorf. Auf der Fahrt dahin durften die Mädchen den Führerstand genauer ansehen und sich beim Triebfahrzeugführer und der Zugbegleiterin über ihre Berufsbilder informieren. Im TS-Werk Jedlersdorf wurde den Mädchen dann gezeigt, wie der Zusammenbau eines Cityjets abläuft und welche Schritte für die Inbetriebnahme des modernen Personenzugs notwendig sind.

Actionreicher Nachmittag mit Lehrlingen

Von Jedlersdorf ging es weiter nach Floridsdorf, wo die Mädchen selbst aktiv wurden. Gemeinsam mit ÖBB-Lehrlingen fertigten sie in der Lehrwerkstätte Floridsdorf ein Werkstück an und gravierten Schlüsselanhänger mit individuellen Sprüchen oder ihren Namen.

© ÖBB/Knopp

Einige Mutige übten sich sogar am Schweißsimulator oder probierten Gleisbautechniken aus. Das Highlight war aber bestimmt das selbstständige Führen eines Triebwagens. Unter Anleitung von Instruktoren bedienten die Mädchen auf einem eigens dafür reservierten Gleis selbst ein Triebfahrzeug.

Technikqueens und Girls Tech Camp

Die Bildungsinitiative “Österreich sucht die Technikqueens” hat das Ziel, junge Mädchen für das Thema Technik zu begeistern und sie zu bestärken, eine Schul- und Berufswahl abseits der klassischen Rollenbilder in Betracht zu ziehen. Wir sind dabei Kooperationspartner.

Im Rahmen des Mentoringprogramms konnten sich die jungen Talente bereits Anfang des Jahres einen ersten Eindruck vom ÖBB Konzern verschaffen und waren darüber hinaus regelmäßig zu Gast bei ÖBB-Netzwerktreffen, wo ihnen spannende Vorträge und Diskussionen geboten wurden. Die beiden Mentorinnen Traude Kogoj (Diversity Beauftragte ÖBB Konzern) und Luzie Kneifel (Baumanagerin) begleiten die Technikqueens über das Jahr hinweg und stehen ihnen stets mit Rat und Tat zur Seite.

Beim Girls! Tech-Camp waren über 50 Mädchen,  zwischen 12 und 14 Jahren, der Neuen Wiener Mittelschulen Konstanziagasse, Castelligasse, Herzgasse und Leipziger Platz eine Woche lang bei den ÖBB und IBM zu Gast. Dabei  lernten die Schülerinnen spannende Technik-Projekte und Berufe für die Zukunft kennen.

Weitere Programmbeispiele im Überblick: Vielfältige ÖBB

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