Der Schienengüterverkehr: Mobilität mit Zukunft - ÖBB
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Bus & Bahn

Der Schienengüterverkehr: Mobilität mit Zukunft

Mobilität – Ein menschliches und wirtschaftliches Grundbedürfnis das Lebensqualität schafft. Faktoren wie Wohlstand, Wachstum und technologische Entwicklungen führen zu einer mobileren Gesellschaft und neuen Mobilitätsoptionen. Der umweltfreundliche Schienentransport spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

 Der Konsum in unserer Gesellschaft wächst und damit auch der Gütertransport. Prognosen gehen von einer Zunahme des Frachtaufkommens von insgesamt 30 Prozent bis zum Jahr 2030 aus. Dabei sollen aber 75 Prozent des gesamten Güterverkehrs auf den Straßen abgewickelt werden. Das bedeutet, dass zu den bereits rund 4,2 Millionen Lkw auf Europas Straßen etwa eine Million weitere Lkw dazukämen, was zu einer weiteren Steigerung der CO2-Emissionen führen wird. Der wesentliche Hebel, um die Emissionen des Güterverkehrs im nötigen Ausmaß zu reduzieren, besteht in der Veränderung des momentanen Modal Splits. Die Verlagerung des Gütertransports auf die Bahn ist deshalb wichtiger denn je.

 

Gesellschaft und Mobilität im Wandel

Die gesellschaftlichen Entwicklungen und Trends verändern das Mobilitätsverhalten und damit auch die Anforderungen an das Mobilitätssystem. Die Angebote müssen vielfältiger, flexibler und auch individueller werden. Der Onlinehandel boomt, Warenlager sind mittlerweile auf die Straßen übersiedelt, das Verkehrssytem steht vor einem Burnout – nur zu gut kennen wir die Situation, die wir täglich auf den Autobahnen erleben. Daher ist es an der Zeit mit bewussten und intelligenten Mobilitätssystemen das anbahnende Burnout zu verhindern. Die Verlagerung von Transporten auf die Schiene ist daher eine umwelt- und gesellschaftspolitische Notwendigkeit. Mit unseren effizienten Logistiklösungen halten wir als Rail Cargo Group nicht nur den Industriemotor am Laufen, sondern stellen die Versorgung für den Handel und die Bevölkerung sicher. Außerdem bildet die Rail Cargo Group gemeinsam mit 15 europäischen Schienengüterverkehrsunternehmen und vier weiteren Interessensvertretern die Koalition Rail Freight Forward, die sich das Ziel gesetzt haben, 30 Prozent aller Güterverkehre in Europa bis 2030 auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern.

 

Wettbewerbsumfeld des Schienengüterverkehrs

Die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn gegenüber dem Lkw ist teilweise sehr eingeschränkt. Für die Nutzung der Schieneninfrastruktur müssen Güterzüge in ganz Europa für jeden gefahrenen Kilometer bezahlen. Während auf den Autobahnen eine kilometerabhängige Lkw-Maut nur in 16 von 28 EU-Mitgliedstaaten eingehoben wird. Darüber hinaus gehen sogenannte externe Kosten des Straßenverkehrs (z.B. Verkehrsunfälle, Luftverschmutzungen und Kosten durch Klimaschäden) zu Lasten der Allgemeinheit, der Umwelt und zukünftiger Generationen. Im Gegensatz zum Lkw-Verkehr verursacht der Schienengüterverkehr pro Tonnen-Kilometer 15 bis 20 Mal weniger Treibhausemissionen, die Zahl der Eisenbahn-Unfälle ist gering und moderne Flüsterwaggons verringern die Lärmbelästigung deutlich.

 

 

Investitionen für die Zukunft der Mobilität

Mit steigenden Warenverkehr verändern sich auch Kunden- und Marktanforderungen. Kundenorientierte Logistiklösungen gewinnen daher immer mehr an Bedeutung. Das hat auch Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des internationalen Schienengüterverkehrs sowie auf die Wahl des Verkehrsträgers. Unsere Wageninnovation TransANT unterstützt durch Gewichtsvorteile und Flexibilität die Leistungsfähigkeit der Mobilität und damit unserer Gesellschaft. Sowohl der Markt als auch der Wettbewerb verlangen nach Technologien am Puls der Zeit. Deshalb werden bis 2020 RCG-Güterwagen mit unserem SmartCargo Device ausgestattet, dass über Positionserkennung, Bewegungssensorik und Stoßerkennung verfügt. SmartCargo ist somit Teil der Internationalisierungs- und Digitalisierungsstrategie der RCG. Schienengüterverkehr steht somit für Mobilität mit Zukunftsgarantie. Mit weiteren Investitionen in Innovationen wird die Marktposition als klimafreundlichstes Beförderungsmittel, im Vergleich zu Flugzeug, Schiff und Lkw, bestätigt.

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