Von einem der auszog, um mitzutun - ÖBB
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ÖBB Laufbahnen

Von einem der auszog, um mitzutun

Christian Steinbichlers Laufbahn verlief, gelinde gesagt, abwechslungsreich. Dabei war er nie ein großer Planer dieser Laufbahn. Egal in welcher Funktion: Hauptsache, er konnte die Dinge zum Besseren verändern.

Seit 1980 arbeitet Christian Steinbichler bei den ÖBB. Damals war er 19 und heute, viele Jahre und Stationen im Unternehmen später, sagt er lächelnd: „Wird man nicht schon nach wenigen Monaten wieder vom System ausgespuckt, bleibt man dabei.“

Von der Küche in den Gleisbauzug

Obwohl schon sein Großvater und auch Vater bei den ÖBB waren, entschied Christian Steinbichler sich zunächst für eine Kochlehre – fing nach dem Abschluss aber erst recht beim obersteirischen Gleisbauzug der ÖBB an. Danach ging es recht rasant weiter: Nach nur fünf Monaten begann er schon als Verschieber am Salzburger Hauptbahnhof.

Zugführer mit Fernweh

Allerdings hielt es ihn auch nur zwei Monate im Verschub, bevor er sich zum Schaffner und Zugführer ausbilden ließ. Als Liegewagenbegleiter zur Verstärkung in der Urlaubszeit fuhr er das ein oder andere Mal nach Amsterdam oder Ostende. „In den freien Tagen danach bin ich einmal sogar nach England weitergefahren“, erinnert er sich an seine Zeit als junger Zugbegleiter.

Ein Unfall stellt die Weichen neu

Natürlich waren die Zeiten nicht immer nur rosig. Denn mit Anfang zwanzig sollte ein Unfall Christian Steinbichlers Leben ordentlich durcheinanderbringen. „Ich musste dann für etwa zehn Monate im Umlademagazin arbeiten, das war keine lustige Zeit“, erzählt er. Er nütze sie aber, um die Verwaltungsfachprüfung zu machen – damals wuchs in ihm nämlich die Idee, Fahrdienstleiter zu werden. Fast zehn Jahre verbrachte Christian Steinbichler also als Fahrdienstleiter am Wiener Zentralverschiebebahnhof. „Die Arbeit hat mir gut gefallen. Man bekommt einiges an Verantwortung und trägt seinen Teil dazu bei, dass der Zugverkehr gut und sicher funktioniert.“

Auf Nummer sicher

Wie immer lockte aber auch hier irgendwann die Abwechslung und Christian Steinbichler ergriff die Möglichkeit, in die Wiener Direktion zu wechseln. Er führte kommissionelle Unfallerhebungen im gesamten Bereich der Direktion Wien durch. „Damals begann auch mein Interesse für Arbeitssicherheit zu wachsen“, erinnert er sich. „Ich war zusätzlich Sicherheitsbeamter und zuständig für Arbeitnehmerschutz und Arbeitsunfälle.“ Nach einer großen Organisationsänderung wurde er sozusagen zu einer der ersten Sicherheitsfachkräfte im Unternehmen und blieb es, mit wechselnden offiziellen Jobtiteln, bis 2006. Ab 2000 übernahm er auch die Leitung der Sicherheitsfachkräfte.

Puzzlesteine sammeln für das System

Ein nächster großer Schritt brachte ihn zur RNS Group (Rail Net Safety Group). „Ich fuhr damals jedes Jahr rund 70.000 Kilometer von Bahnhof zu Bahnhof durch ganz Österreich. Ich habe Bauarbeiten und den Betriebsablauf kontrolliert und war in dieser Zeit der fachlich zuständige Betriebsleiter für die Betriebsaufsicht der ÖBB Infrastruktur Betrieb AG. Damit konnte ich die nötigen Puzzlesteine dazu beitragen, dass das System funktioniert.“

Ein unerwarteter Wechsel

Vor beinahe drei Jahren war es dann wieder Zeit für eine Veränderung. Und zwar eine recht große. „Ich hätte mir in den Anfangsjahren niemals gedacht, dass ich irgendwann bei der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH lande“, sagt Christian Steinbichler, „aber man sollte keine Scheu davor haben, die Gesellschaft zu wechseln. Das ist sehr belebend.“ Als Leiter des Stabs für Prozesse hat er seitdem wieder verstärkt die Möglichkeit, Prozesse und Managementsysteme zu verbessern. Und genau das ist es, was ihm immer schon wichtig war. „Ich habe eigentlich nie von langer Hand geplant. Ich wusste nur, dass ich dort sitzen möchte, wo die Arbeit nicht nur Spaß macht, sondern wo ich auch etwas gestalten kann. Wo ich mittun’ und das System antreiben und wenn nötig verbessern kann“, sagt er.
Was der 58-jährige für die nächsten Jahre bis zur Pensionierung geplant hat? „Ich lass’ mich überraschen“, sagt er, „bei den ÖBB gibt es immer etwas zu tun – und zu lernen.“

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